Achse des Guten

Die Achse des Guten
  1. (Henryk M. Broder) Andrea Nahles ist nach Bremen gekommen, um dort für die SPD zu trommeln. Mit einer 15 Minuten langen Rede, wie sie zuletzt vor der Schlacht bei Tannenberg im Jahre 1410 gehalten wurde, die leider nicht so ausging, wie es die deutschen Ordensritter geplant hatten. Die SPD hat ja viel Erfahrung mit Niederlagen, auf eine mehr oder weniger kommt es nicht an.
  2. (Ramin Peymani) Nach Donald Trump ist Johnson das größte politische Feindbild der deutschen Medien. „Wer die Europäische Union verlassen will, steht auf der Seite des Unrechts“, lautete die klare Botschaft, die den deutschen Michel in den Stunden vor dem EU-weiten Urnengang vom vielleicht gehegten Wunsch abbringen sollte, eine andere als jene Parteien zu wählen, die vom Europäischen Bundesstaat träumen.
  3. (Peter Grimm) Manchmal erzählt die Bundesanwaltschaft wirklich interessante Geschichten von einigen der "neuen Deutschen", wie die Landsleute anderer Herkunft gern von den „Neuen Deutschen Medienmachern“ genannt werden. Letztere erzählen solche Geschichten wiederum nicht so gern.
  4. (Robert von Loewenstern) Das (bisher) erhellendste Stück Journalismus zu den unmittelbaren Hintergründen und Hintermännern des Ibiza-Videos, in dem sich die FPÖ-Größen Strache und Gudenus um Kopf und Kragen reden, ist dieses 25-minütige TV-Interview von oe24.
  5. (Steffen Meltzer) Die Potsdamer Kunsthistorikerin Friederike Sehmsdorf hat Bilder von Axel Krause in ihre Galerie bringen lassen. Unter dem Titel: „TRANS-MISSION, Axel Krause – Bilder“ stellt sie seine Kunst in der brandenburgischen Landeshauptstadt aus. Die Leipziger Galerie Kleindienst hatte 2018 eine geplante Retrospektive des Grafikers und Malers abgesagt. Er hatte sich auf Facebook politisch unbotmässig geäußert.
  6. (Henryk M. Broder) Heute wird das EU-Parlament gewählt. Das Motto des Tages lautet: "Das Nichts läuft auf vollen Touren!" (H. D. Hüsch). Aber egal, wie die Wahlen ausgehen, das Warten hat sich gelohnt. Sowohl die CDU wie die SPD hinterlassen Werbespots, die es verdienen, für die Ewigkeit festgehalten zu werden.
  7. (News-Redaktion) Die Wahlen zum EU-Parlament, zur Bremer Bürgerschaft und die Kommunalwahlen in einigen Bundesländern werden ja erst zu Nachrichten, wenn am Abend die Ergebnisse zu vermelden sind. Am Morgen bestimmen die Nachrichtenlage noch Todesopfer islamistischer Anschläge in Nigeria, mögliche erste Kontakte zwischen der venezolanischen Regierung und der Opposition, die Riege potentieller Nachfolger von Theresa May und eine Klage gegen VW vor einem Scharia-Gericht.
  8. (Gastautor) Von Wolfgang Sofsky. Revolutionen brechen aus, wenn die Macht auf der Straße liegt, weil die alte Elite nicht mehr Herr im eigenen Hause ist. Der Kontakt zwischen Repräsentanten und Repräsentierten bricht ab. Und nichts schürt die Unzufriedenheit mehr, als dem Protest mit blasierter Missachtung oder väterlicher Beschwichtigung zu begegnen.
  9. (Archi W. Bechlenberg) Das Unglück begann in den Tagen rund um meinen 65. Geburtstag.„Je oller, je doller“, pflegte mein Vater zu sagen. So entwickelte sich eine Idee: warum nicht auf die alten Tage einen Sportwagen kaufen? Ich fand ich ein Angebot, das meinen Vorstellungen nahezu vollständig entsprach: Ein britischer MGF, Baujahr 1998, kaum gefahren, also ausschließlich bei Sonne, und durchaus bezahlbar.
  10. (Dirk Maxeiner) Das Umweltbundesamt (UBA) macht sich in einer Literaturstudie bahnbrechende Gedanken zu „Gendergerechtigkeit als Beitrag zu einer erfolgreichen Klimapolitik". Ich möchte es in ein paar exemplarischen Auszügen vorstellen und habe mich sicherheitshalber entschlossen, in meine weibliche Erscheinungsform zu wechseln.
  11. (Bernhard Lassahn) Wer das Rezo-Video irgendwie gut gefunden hat, aber ernsthaft wissen will, was an der Politik der CDU schlimm ist, und wer nicht mit dem Abstraktionsgrad einer Kinderzeichnung zufrieden ist, der sollte sich Jasinna als Ergänzung ansehen. Frauen können es besser. Sie sind klüger, sie haben Charme, sie haben Humor, sie verstehen mehr vom Klima – man muss sie einfach mögen. Ich bin hingerissen.
  12. (Peter Grimm) Bekanntlich sind ja mittlerweile alle in Bund und Ländern regierenden und mitregierenden Parteien der Ansicht, dass ein möglichst umstandsloser und voraussetzungsarmer Zugang zum deutschen Pass gut und hilfreich ist. Doch nicht alle der neuen Deutschen rechtfertigen diese Annahme.
  13. (Fundstück von Robert von Loewenstern)

    Nicht ganz neu und trotzdem brandaktuell: Franziska Keller, grüne Spitzenkandidatin für die EU-Wahl, sympathisiert mit „Linksextremisten, insbesondere aus dem gewaltorientierten Spektrum“ (Bundesamt für Verfassungsschutz). Zusammen mit ihren EU-Kollegen Terry und Jan (die aus dem grünen Fremdschäm-Video) präsentierte „Ska“ 2014 ein großes Antifa-Transparent im EU-Parlament und ...

  14. (News-Redaktion) Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat den Zeitplan für das Mondprogramm „Artemis“ vorgestellt. Das Projekt soll zum ersten Mal seit 1972 Astronauten zur Mondoberfläche transportieren und außerdem eine kleine Raumstation in die Mondumlaufbahn bringen.
  15. (Roger Letsch) Chaos ist nicht nur dem Physiker, sondern auch dem Politiker ein Gräuel. Den einen schreckt die Unvorhersagbarkeit, den anderen der eigene Kontrollverlust. Doch während dem Physiker nichts anderes bleibt, als weiter nach Gesetzmäßigkeiten zu suchen, kommen manche Politiker auf die Idee, das Chaos ganz abzuschaffen.
  16. (News-Redaktion) Kurz vor der Europawahl hat sich Polens Notenbankchef Adam Glapiński klar gegen einen Beitritt seines Landes zum Euro-Raum ausgesprochen. Auch ein Beitritt zum Wechselkursmechanismus (WKM II) komme nicht in Frage.
  17. (News-Redaktion) Anschlagsopfer gab es in Pakistan, in Afghanistan sind wegen der permanenten Angriffe der Taliban und des Islamischen Staats Hunderttausende Kinder vom Hungertod bedroht, in Kaschmir ist ein islamistischer Extremistenführer vom indischen Militär in einem Gefecht getötet worden, Theresa May hat unter Tränen ihren Rücktritt erklärt, Innenminister Seehofer will Zugriff auf verschlüsselte Chats und SPD-Vize Ralf Stegner wünscht sich nach der verlorenen Wahl eine rot-rot-grüne Regierung in Bremen.
  18. (Peter Grimm) Margot Käßmann weiß bekanntlich, wie man die Welt besser macht. Das hat sie oft sagen, schreiben und der Welt verkünden dürfen, egal in welchem Amt sie ihre Kirche vertrat. Seit letztem Jahr ist sie im Vorruhestand. Das heißt nicht, dass sie jetzt schweigt. Im Gegenteil. Sie kann jetzt sagen, dass mehr Vorruhestand für alle der Gesellschaft ungemein helfen würde.
  19. (Georg Keckl) Die Grüne Renate Künast gab ein Interview. Darin ließ sie nichts unangetastet: Vom Kartoffelertrag über angebliche Wüstenbildung bis hin zum richtigen Umgang mit Gülle. Ein guter Grund, den Erkenntnisstand der prominenten Grünen einem Faktencheck zu unterziehen.
  20. (Rainer Bonhorst) Eine an Sturheit grenzende Geradlinigkeit hat bei Theresa May mitgespielt, sowohl beim Durchhalten wie beim frühen Abschied. Eine an Sturheit grenzende Geradlinigkeit wies auch Margaret Thatcher auf, während Angela Merkel eine herausragende Wendigkeit attestiert werden kann.