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Hierzulande gibt es kein konservatives Lager, das partei- und politikfähig wäre.


Und in solch einer Schieflage gibt es auch keine echte Mitte.

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Die Briten haben ihre Konservativen, die sich für ihren Namen nicht entschuldigen.
Die Franzosen haben ihre Rechte.
Kanzler Adenauer brauchte sich nicht als Konservativer auszuweisen.
Kanzler Kohl verordnete der Union weder rechts noch konservativ, schlechthin die Mitte.


Baden-Württemberg bedeutet Zeitenwende, aber niemand weiß wohin.

 

Konservatismus hierzulande hat einen schlechten Namen. Dass die Nationalsozialisten konservativ gewesen seien, ist indes linksgewirkte Fabel: Die braune Revolution hat sich von Rot bis Schwarz vieles zusammengeborgt. Alte Gegensätze zu verschmelzen war ihr Erfolgsgeheimnis. Zu ihrem Erbe gehört, dass der Konservatismus ohne Wurzeln ist. Ohne die Linke als Bewegungspartei waren die Konservativen als Ordnungspartei nicht denkbar. Das begann beim Epochenereignis der Französischen Revolution. Seitdem ist Konservatismus eine Frage des Menschenbilds, des anti-utopischen Denkmodus und ernster Skepsis gegenüber staatlicher Vielregiererei.

Konservative sind nicht gegen Verbesserung. Aber sie wollen den Fortschritt mildern, bis er erträglich wird.

Gedränge links der Mitte

In Deutschland gibt es heute weder eine ernstzunehmende Rechte noch ein konservatives Lager, das partei- und politikfähig wäre, stattdessen Gedränge links der Mitte. Doch eine Mitte, die seitab liegt, ist keine Mitte mehr. Die sozialen und moralischen Gleichgewichte im Lande hängen schief. Zeitverdichtung und Atemlosigkeit, Verlust des Gleichgewichts und Angst vor dem Abgrund: Es entsteht ein Ensemble gemischter Gefühle, doch müsste sich darin genug an Fortschrittszweifel finden, um konservativem Denken eine Chance zu geben. Aber niemand scheint der Aufforderung – sieht man ab von grüner Weltflucht und bürgerlichen Gefühlswallungen – folgen zu wollen. Es gibt Abwehrtaktiken aus Angst und Entfremdung, wie jüngst in Sachen Stuttgart 21.

Aber wo sind die gesellschaftlichen Kräfte, die politischen Formationen ?

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Segen und Fluch der Moderne

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Die Wurzeln des europäischen Konservatismus

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Vom Pakt mit der Zukunft weit entfernt

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Keine Konservativen, nirgendwo. Vergangenheit, Tradition, Geschichte wurden disponibler Rest.

Es fehlt am Grundakkord zwischen unabweisbarer Veränderung und unentbehrlicher Beharrung. Wo der fehlt, geht es gut, solange es gut geht.

Was dann folgt, möchte man sich nicht vorstellen.

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Quelle:

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