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Das zehnbändige Werk Deutsche Geschichte im Osten Europas, das der Verlag 1991 mit Hartmut Boockmanns "Ostpreußen und Westpreußen"eröffnet hat, ist ein alle Beteiligten Überraschender Erfolg geworden.

Einzelne Bände liegen in einer Vielzahl von Auflagen vor, und die Leser wie Käufer gehören nicht nur dem Kreis der Flüchtlinge und Vertriebenen an, wie Skeptiker anfangs erwarteten.

Die ehemaligen Schlesier, Ostpreußen und Sudetendeutschen werden ja immer weniger, und Auflagen in der Größenordnung von 25 000 Exemplaren zeigen, daß seit dem Umsturz aller Verhältnisse in Mitteleuropa sich eine weite Öffentlichkeit mit neu erwachtem Interesse und neuer Wißbegierde Räumen zuwendet, die einst deutsch besiedelt oder deutsch durchdrungen waren.

 

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hartmut Boockmann (1934-1998) lehrte von 1975 bis 1998 als Professor für Mittlere und neuere Geschichte in Kiel, Göttingen, an der Humboldt-Universität Berlin und dann wieder in Göttingen. Von seinen zahlreiche Werken erschienen im Siedler Verlag unter anderem "Stauferzeit und spätes Mittelalter" (1987) und "Ostpreußen und Westpreußen" (1992)

 

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Quelle:

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Das Thema war mit Bedacht gewählt: "Die Abdankung Kaiser Karls des V." stand im Mittelpunkt der Abschiedsvorlesung von Professor Norbert Conrads am 23. Juli. Er habe sich den Wahlspruch des Kaisers "plus ultra" zu eigen gemacht und gleichfalls in vielen Bereichen grenzüberschreitend gewirkt, würdigte Dekan Prof. Walter Göbel den scheidenden Historiker. Mit dem machtvollen Kaiser wolle er sich zwar nicht vergleichen, meinte Conrads dazu, "aber ein paar Berührungspunkte gäbe es da schon...".

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Plädoyer für Geisteswissenschaften

Für die Zukunft hofft Conrads, der als Dekan und Mitglied des Verwaltungsrates auch interne Erfahrungen sammelte, dass die Geisteswissenschaften ihre Bedeutung festigen können.

"Der Standort Stuttgart mit seinem großen Einzugsgebiet und den enormen Forschungsmöglichkeiten in Archiven und Bibliotheken braucht eine Uni mit starken Geisteswissenschaften. Diese Optionen auszublenden und gewachsene Strukturen zu beseitigen, wäre eine fatale Fehlentwicklung."

Den eigenen Lehrstuhl sieht er gut gerüstet: Im Jahr 2000 wurde die Professur in eine Stiftungsprofessur für Geschichte der Frühen Neuzeit unter Berücksichtigung der Altostdeutschen Geschichte umgewandelt und ist damit gesichert.

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