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1. Bericht 2013

Schon lange wurde nicht mehr so engagiert über die Lage der deutschen Sprache gestritten. Viele der Sorgen sind keineswegs neu, aber sie werden seit einigen Jahren mit neuer Dringlichkeit öffentlich vorgetragen: Die deutsche Sprache verfalle zusehends, ihr reicher Wortschatz und ihre Grammatik verarmten, und im internationalen Wettbewerb sei das Deutsche längst ins Hintertreffen geraten, während Anglizismen sich in unserer Sprache ausbreiteten – so lauten einige der Alarmmeldungen. Doch wie ist es tatsächlich um Reichtum und Armut der deutschen Sprache bestellt? Welche Sorgen sind begründet, welche nicht?
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften wollen sich mit fundierten Informationen zur Entwicklung der deutschen Sprache im 20. Jahrhundert an der öffentlichen Diskussion beteiligen. Mit dem Ersten Bericht zur Lage der deutschen Sprache werden nun die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen zu vier Themengebieten vorgelegt, die in unterschiedlicher Weise die Debatten bestimmt haben: Wortschatz, Anglizismen, Flexion und Nominalstil.

2. Bericht 2017

Das Deutsche ist eine der bedeutendsten Kultursprachen der Welt, und wie alle Sprachen verändert es sich ständig. Dieser Wandel äußert sich beispielsweise in einer Vereinfachung des grammatischen Systems und einer gewaltigen Ausweitung des Wortschatzes; der "Erste Bericht zur Lage der deutschen Sprache" (2013) war diesen Entwicklungen gewidmet. Der Wandel zeigt sich aber auch in einer zunehmenden Differenzierung in einzelne Spielarten, je nachdem, wer wann und wo mit wem mithilfe welchen Mediums über welches Thema kommuniziert. Die heutige deutsche Sprache in ihrer Gesamtheit ist daher ein überaus komplexes Bündel sich vielfach überschneidender Varietäten, von denen einer, der „Standardsprache“ (oder „Hochsprache“), eine besondere Bedeutung zukommt: sie ist das Ergebnis von Angleichungen und expliziten Normierungen; es ist die Sprachform, die eine übergreifende Verständigung sicherstellen soll und die daher in der Schule gelehrt wird.

Der "Zweite Bericht zur Lage der deutschen Sprache" ist dieser Vielfalt und der dahinter stehenden Einheit gewidmet. Der einleitende Beitrag gibt einen systematischen Überblick über die Vielfalt des heutigen Deutsch (Wolfgang Klein), der zweite zeichnet die Bemühungen um einen einheitlichen Standard nach (Peter Eisenberg). Die weiteren Beiträge sind verschiedenen Spielarten des Deutschen gewidmet, die häufig in der öffentlichen Diskussion stehen: Dialekten und Regionalsprachen (Jürgen Erich Schmidt), der Sprache von Jugendlichen (Nils Bahlo und Wolfgang Klein), der Sprache von Migranten (Norbert Dittmar und Yazgül Şimşek), der internetbasierten Kommunikation (Angelika Storrer) und der gesprochenen Alltagssprache (Ludwig M. Eichinger). Alle Beiträge stützen sich auf reiches empirisches Material, das teils eigens für diesen Bericht erhoben und ausgewertet wurde.

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