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„Euer Herz lasse sich nicht verwirren!“ (Joh 14,1)

Angesichts sich ausbreitender Verwirrung in der Lehre des Glaubens, haben viele Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien der katholischen Kirche mich um ein öffentliches Zeugnis für die Wahrheit der Offenbarung gebeten.

Es ist die ureigene Aufgabe der Hirten, die ihnen Anvertrauten auf den Weg des Heils zu führen. Dies kann nur gelingen, wenn dieser Weg bekannt ist und sie ihn selber vorangehen. Dabei gilt das Wort des Apostels: „Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe“ (1 Kor 15,3).

Heute sind vielen Christen selbst die grundlegenden Lehren des Glaubens nicht mehr bekannt, so dass die Gefahr wächst, den Weg zum Ewigen Leben zu verfehlen. Es bleibt aber die ureigene Aufgabe der Kirche, die Menschen zu Jesus Christus, dem Licht der Völker, zu führen (vgl. LG 1).

In dieser Lage stellt sich die Frage nach Orientierung. Nach Johannes Paul II. stellt der Katechismus der Katholischen Kirche eine „sichere Norm für die Lehre des Glaubens“ (Fidei Depositum IV) dar. Er wurde mit dem Ziel verfasst, die Brüder und Schwestern im Glauben zu stärken, deren Glaube durch die „Diktatur des Relativismus“ massiv in Frage gestellt wird. [1]

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Quelle:

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Offensichtlich ist die Kirche heute vertikal und horizontal tief gespalten. Gilt aber nicht auch der Glaube selbst, dass der Schöpfer des Himmels und der Erde Mensch wurde, gekreuzigt wurde, aus dem Grab auferstand und schließlich in der heiligen Eucharistie unter uns leibhaft zugegen ist, nicht auch in der Kirche längst als zu anspruchsvoll oder absurd? Es ist doch auch ein Glaube, den kaum noch ein Theologe teilt. 

Wer die Menschwerdung Gottes leugnet, ist kein katholischer Theologe, sondern höchstens ein Professor auf einer satten Pfründe. Da sollte man wenigstens so ehrlich sein, seine Brötchen woanders zu verdienen.

Die Zugehörigkeit zur Kirche kraft Taufe und Glauben ist etwas anderes als Nutznießer im kirchlichen Establishment zu sein.

Der Riss geht nicht zwischen Konservativen und Liberalen, was immer diese eher politisch-weltanschaulichen Ausdrücke bedeuten mögen. Die Theologie empfängt ihren Gegenstand vom geoffenbarten Glauben und der Lehre der Kirche. Die Theologie als Wissenschaft richtet sich in ihrer Methode nach ihrem Gegenstand.

Ungläubige Theologie unterscheidet sich von gläubiger Theologie wie das hölzerne vom glühenden Eisen.

Wie schauen Sie denn in diesem Jahr vor dem Advent in Ihre Zukunft und in die Zukunft der römisch-katholischen Kirche?

In die Zukunft kann ich nicht schauen. Aber sie ist der nach vorne offene Raum der Hoffnung, die nicht zugrunde gehen lässt.

Die Kirche hat bestimmt in Deutschland keine große Zukunft, wenn sie wie eine politische Partei agiert und agitiert.

Dagegen gilt: Seid stark im Glauben!

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Kommentare:

Markus

„Heute sind vielen Christen selbst die grundlegenden Lehren des Glaubens nicht mehr bekannt“, da hat der Herr Kardinal vollkommen Recht.

Nur, warum ist das denn so?

Wenn ich an unseren Religionsunterricht in der Schule zurückdenke, dann konnte da nicht viel mehr herauskommen als Jesus Christus als guter Mensch, Bruder und Freund, wenn überhaupt. Die Unkenntnis ist nach meiner Meinung von der Obrigkeit in der Kirche hausgemacht.

Und die „aktuelle Beichtpraxis“, die der Kardinal beklagt, ist auch schon seit einigen Jahrzehnten aktuell. Auch vor 20 Jahren schon waren, zumindest bei uns, keine Menschenschlangen mehr vor den Beichtstühlen zu sehen.

Mit seiner Erkenntnis kommt der Kardinal da heute auch etwas arg spät.

Die Menschen interessieren sich nicht mehr für die Religion und die Kirche; die Kirche tut nach meiner Ansicht aber auch nichts dafür, Interesse für Jesus Christus und seine Kirche zu erwecken.

Siehe dazu auch:

 

 

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