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Die in diesem Band versammelten Beiträge sind die Reaktionen von

fünf Kardinälen der römisch-katholischen Kirche und vier weiteren Wissenschaftlern

zu Kardinal Walter Kaspers Buch Das Evangelium von der Familie,

das im Frühjahr diesen Jahres erschienen ist.

Dieses Buch enthält eine Rede, die er vor dem außerordentlichen Konsistorium der Kardinäle gehalten hat. Darin hat er eine Änderung in der Sakramentenlehre und Praxis der Kirche vorgeschlagen, die erlauben würde, in spezifischen Fällen geschiedene und zivilrechtlich wiederverheiratete Katholiken nach einer Zeit der Buße wieder zur eucharistischen Kommunion zuzulassen.

Als Argumentationsgrundlage zieht Kardinal Kasper sowohl die frühchristliche Praxis als auch die langjährige Tradition der Orthodoxen heran, Barmherzigkeit gegenüber geschiedenen Personen walten zu lassen und deren zweite Ehen zu dulden eine Praxis, die von den Orthodoxen üblicherweise als Oikonomia bezeichnet wird.

Das Ziel des vorliegenden Bandes ist es, Kardinal Kaspers Einladung zur weiteren Diskussion aufzugreifen.

Dabei weisen die in diesem Band veröffentlichten Aufsätze seinen konkreten Vorschlag

für eine katholische Form der Oikonomia in bestimmten Fällen von geschiedenen, zivilrechtlich wiederverheirateten Personen

mit der Begründung zurück, dass dieser Vorschlag nicht mit der katholischen Lehre über die Unauflöslichkeit der Ehe in Einklang gebracht werden kann.

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