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Helga Zepp-LaRouche hat auf einem EIR-Forum im National Press Club in Washington am 26. Januar die folgende Rede gehalten. Ihr Vorredner war Thomas Wysmuller, früherer NASA-Meteorologe und Aktivist von „The Right Climate Stuff“, einem Zusammenschluß ehemaliger Astronauten, Wissenschaftler und Ingenieuren der NASA, die gegen den Schwindel des menschengemachten Klimawandels kämpfen. Da die gegenwärtige Situation in den USA mehr als besorgniserregend ist, mit akuten Auswirkungen auf die internationale Lage, ist die Veröffentlichung des vollen Wortlautes ihrer Rede mehr als passend.

 

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Krieg verhindern durch Wirtschaftsaufbau und kulturelle Renaissance

Ich versuche, mich kurz zu fassen, was mir allerdings schwer fällt, denn es stellt sich ja die Frage, warum die Dinge, die mein Vorredner angesprochen hat, überhaupt möglich sind. Was ist das Motiv dahinter? Warum macht man sich die Mühe, Daten zu fälschen, um eine ehrliche Debatte unter Wissenschaftlern zu unterbinden? Wenn man diese Frage bis zum Ende verfolgt, würde man zu der Schlußfolgerung meines Vortrags gelangen, die ich nun an den Anfang stellen will: Daß nämlich die gesamte transatlantische Region - und ich bin mir voll darüber bewußt, wo ich dies sage, nämlich in der amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. - von einer sehr destruktiven Politik und sehr destruktiven Kräften bestimmt ist.

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Die andere Gefahr, die damit direkt verbunden ist, ist der Umstand, daß das transatlantische Finanzsystem noch viel nachhaltiger zu explodieren droht als in der Krise von 2007-2008.

Wie Sie wissen, hat soeben das Weltwirtschaftsforum in Davos stattgefunden, auf dem die bekannten unterhaltsamen Übungen über verschiedene Themen abgespult wurden, aber hinter verschlossenen Türen oder privat im kleinen Kreis herrschte absolute Panik. Öffentlich hat sich dazu der frühere Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, William White, in einem Interview mit dem Daily Telegraph geäußert. Da seit 2008 nichts getan worden sei, um das Bankensystem neu aufzustellen, sagte er, sei die Verschuldung der Welt jetzt so hoch, daß diese Schulden weder zurückgezahlt noch bedient werden könnten. Leute, die meinen, in dieser virtuellen Finanzwelt eine Menge Geld zu besitzen, sollten sich auf sehr unangenehme Überraschungen gefaßt machen; es könnte sich nämlich von einer Minute zur nächsten in Luft auflösen.

Was waren denn die Maßnahmen, woraus bestand der sogenannte „Werkzeugkasten“, den die Finanzinstitutionen nach der Lehman-Brothers/AIG-Krise von 2008 herausgeholt haben? Das waren „Quantitative Lockerung“, Bail-outs und verschiedene Maßnahmen, um private Spielschulden in öffentliche Staatsschulden zu verwandeln. Deswegen haben wir heute eine Krise der Staatsverschuldung. Bei den jüngsten Entwicklungen, die in den USA mit dem Dodd-Frank-Gesetz und mit entsprechenden Verfügungen der EU-Kommission für ein Bail-in durchgesetzt wurden, orientieren sich an dem sogenannten Zypernmodell. Vor drei Jahren waren auf Zypern Banken pleite gegangen, woraufhin Geld von den Bankkunden und den Aktionären konfisziert wurde. Sie wurden zu 50% enteignet.

Der damalige holländische Finanzminister Dijsselbloem, heute Chef der Eurogruppe, sagte dazu, daß dieses Zypernmodell die Vorlage für die gesamte Eurozone sei. Entsprechende Gesetze wurden verabschiedet. Wie schon erwähnt, enthält Artikel 2 des Dodd-Frank-Gesetzes in den Vereinigten Staaten eine solche Bestimmung, und auch alle europäischen Regierungen haben inzwischen entsprechende Gesetze erlassen. Das Problem dabei ist nur – wie kürzlich Thomas Hoenig, Vizevorsitzender des FDIC in den USA, und ähnlich auch ein ungenannter EU-Beamter in einem Reuters-Interview vor drei Tagen erklärten –, daß der Bail-in nicht funktioniert, da sich die Banken hierfür nicht genug rekapitalisiert haben; sie sind also in keiner Weise vorbereitet. Und selbst wenn man einen Bail-in bei allen Geschäfts- und Privatkonten machte und zusätzliche Bail-out-Maßnahmen zustandebrächte, erhielte man etwa 18-20 Bio.$, doch die ausstehenden Derivateschulden belaufen sich auf etwa 2 Billiarden $.

William White sagt somit zurecht, daß diese Schulden nie zurückgezahlt werden können, und fordert ein sogenanntes Ablaßjahr, womit er darauf verweist, daß es in allen großen Religionen während der letzten 5000 Jahre immer wieder Schuldenstreichungen gegeben hat, als deutlich wurde, daß die Schulden nicht mehr bezahlbar waren. White ist heute ein hochrangiges Mitglied der OECD und war zuvor Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Man kann dies Ablaßjahr nennen oder auch eine Schuldenkonferenz, um die Schulden zu streichen, oder man kann es auch Glass-Steagall nennen.

 

Kollaps der westlichen Zivilisation

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Eine andere Welt

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Das Paradigma ändern

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